Mehr als zwei Drittel der Deutschen rechnen mit einem bargeldlosem Zahlungsraum in Europa in den nächsten zehn Jahren. Dies zeigt eine europaweite Studie von MasterCard zur Nutzung von Debitkarten. Befragt wurden 3000 Debitkartenbesitzer in sechs Ländern Europas.
Trotz der Erkenntnis, es entwickle sich ein bargeldloser Zahlungsraum, sind die Deutschen Führende bei der Menge an Bargeld, die sie bei sich führen. Während man in Deutschland durchschnittlich 46 Euro bar in der Tasche trägt, geht man in Großbritannien mit ca. 26 Euro und in Polen im Durchschnitt nur mit umgerechnet 22 Euro aus dem Haus.
Insgesamt 40 Prozent der Deutschen haben sogar mehr als 50 Euro in ihrem Portemonnaie.
Trotz ihrer Schwäche für Bargeld sind sich 69 Prozent der Deutschen einig, dass es zwar immer Bargeld geben, Europa sich aber innerhalb der nächsten Jahre zu einem mehr oder weniger bargeldlosem Zahlungsraum entwickeln werde.
Außerdem wurde von MasterCard untersucht, wie oft und wofür die Europäer ihre Debitkarten einsetzen. Insgesamt 63 Prozent aller Befragten nutzen ihre Karte ein- bis dreimal in der Woche. Die Deutschen zahlen vorrangig (70 Prozent) im Kaufhaus ihre Einkäufe mit der Karte, die Briten greifen zu 80 Prozent im Supermarkt nach ihr.
Beim Bezahlen mit der Karte im Ausland sind die Deutschen wieder Spitzenreiter. 86 Prozent der hier Befragten gaben an, die Karte für das Geldabheben am Automaten oder beim Shoppen einzusetzen, wenn sie in Europa unterwegs sind.