Die Deutsche Post DHL hat wie vorgesehen die erste Hälfte ihrer Aktien an der Deutschen Bank am Markt verkauft und hält nun nur noch 4 Prozent an dem Frankfurter Geldinstitut. Damit sei der Anteil an der Deutschen Bank unter die meldepflichtige Grenze von 5 Prozent gefallen, erklärt die Deutsche Post in einer Pressemitteilung.
Die Deutsche Post DHL hatte im Zuge der Transaktion zum Verkauf ihres Anteils an der Deutschen Postbank 50 Millionen Aktien beziehungsweise einen Anteil von rund 8 Prozent an der Deutschen Bank erhalten. Über die erste Hälfte konnte die Deutsche Post DHL seit Ende April frei verfügen. Der Verkauf von rund 25 Millionen Aktien sei zu einem Preis erfolgt, der nach Post-Angaben 100 Millionen Euro mehr eingebracht hat als nach dem ursprünglich vereinbarten Preis erwartet.
Verkauf soll "marktschonend" ablaufen
Die andere Hälfte der Aktien soll ab Juni verkauft werden. Wie schon bei dem Verkauf der ersten Tranche soll das auch für die zweite Tranche "marktschonend" geschehen, betont die Deutsche Post. Die im Januar vereinbarte Transaktion über den Verkauf von Postbank-Aktien an die Deutsche Bank wurde am 25. Februar 2009 wie geplant abgeschlossen.
Die Deutsche Bank hatte für 50 Millionen eigene Aktien aus einer Kapitalerhöhung einen Anteil von 22,9 Prozent an der Postbank von der Deutschen Post DHL erhalten. Ein weiterer Anteil von 27,4 Prozent wird nach Ablauf von drei Jahren mit Fälligkeit einer Pflichtumtauschanleihe auf Postbank-Aktien an die Deutsche Bank übertragen.
Für den verbleibenden Anteil von 12,1 Prozent bestehen Kauf- und Verkaufoptionen, die zwischen dem 36. und 48. Monat nach Abschluss der Transaktion gezogen werden können.