Ende 2007 legten die Deutschen deutlich mehr Geld zurück als in den Jahren zuvor. Im Schnitt sparten die privaten Haushalte 9,7 Prozent ihres verfügbaren Einkommens. Das ist die höchste Sparquote seit 1994 (10,3 Prozent), wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Noch im Sommer 2007 lag die Quote bei 9,2 Prozent.
Als Grund für die hohe Sparsamkeit werden die kräftig angestiegnen Lebenshaltungskosten und die daraus resultierende Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung angenommen. "Die Leute sind verunsichert wegen der Preisentwicklung und legen das Geld lieber auf die Seite", sagte die Analystin Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim, gegenüber der Financial Times Deutschland (FTD).
Das hohe Sparvolumen könnte dem privaten Konsum in diesem Jahr allerdings wieder auf die Sprünge helfen, sagt Kastens weiter. Geld für den Verbrauch sei durch das Sparverhalten vorhanden. Sollte die Beschäftigung weiter steigen, werde die Sparquote wieder sinken und der Konsum steigen, meint die Expertin.
Das verfügbare Einkommen beinhaltet Löhne und Gehälter, Einnahmen aus Vermögen sowie Transferleistungen wie Kindergeld oder Altersrenten abzüglich Einkommens- und Vermögenssteuern sowie Sozialabgaben. Während die Vermögen und Unternehmensgewinne im vierten Quartal um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen, legten die Arbeitnehmerentgelte nur um 2,4 Prozent zu. Das gesamte Volkseinkommen erhöhte sich um 3,7 Prozent, so die Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
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