Deutsche Sparer und Anleger verlieren pro Jahr 20 bis 30 Milliarden Euro durch schlechte Finanzberatung. Das hat eine Studie der Hamburger Beratungsfirma Evers & Jung im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums ergeben. Die Bürger seien meist nicht in der Lage, einzuschätzen, ob eine Anlage erfolgversprechend sei oder nicht, zitiert Spiegel-Online aus der Studie.
Auch die Zahl der Finanzberater schätzt die Studie als überhöht ein. In Deutschland kämen sechs Finanzberater auf 1000 Einwohner. In anderen europäischen Ländern seien es nicht einmal drei Berater auf 1000 Einwohner.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will die Berater nun dazu zwingen, stärker an das Wohl des Kunden als an die eigene Provision zu denken. Laut Spiegel-Online ist eine Verlängerung der Haftung von drei auf zehn Jahre im Gespräch. Außerdem könnte die Beweislast umgekehrt werden. Derzeit muss ein Geschädigter seinem Finanzberater nachweisen, dass dieser ihn schlecht beraten hat.