Nach einer Hochrechnung der Citibank Privatkunden AG & Co. KGaA zahlen die Deutschen mehr als 9,6 Milliarden Euro Kontoführungsgebühren zuviel. Grund sind die oft zahlreichen Zusatzkonten, mit denen das Guthaben über unterschiedliche Banken verteilt wird. Laut Angaben des Statistischen Bundesamt Wiesbaden hätten 87 Prozent
der deutschen Haushalte 2.500 Euro Barvermögen, verteilt auf mehrere Konten. Zudem sind Kleinguthaben auf Zusatzkonten nahezu ohne Verzinsung. Die Citibank rät, Einzelguthaben auf einem einzigen Konto zu bündeln, um Kosten zu sparen und eine höhere Verzinsung zu erzielen.
Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg unterhält jeder Haushalt in Deutschland durchschnittlich 4,2 Konten. Auf diese Weise ergeben sich Bankgebühren von 240 Euro pro Haushalt und Jahr, allein dafür, dass die jeweiligen Institute das Konto des Kunden weiterführen. Bei rund 40 Millionen Haushalten in Deutschland ergibt sich eine Summe von 9,6 Milliarden Euro, die in Deutschland pro Jahr zuviel gezahlt werden.