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Deutscher Börse droht Schließung des Parketthandels 

Die Deutschen Börse muss in der kommenden Woche womöglich ihren Parketthandel zeitweise dichtmachen. Das berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Hintergrund ist ein Eilantrag der Firma Renell Wertpapierhandelsbank gegen die Vergabepraxis der Börse bei Mandaten (Skontren) für Kursmakler.

Skontroführer sind das Bindeglied zwischen Käufer und Verkäufer eines Wertpapiers. Nach einer Änderung der Börsenordnung hatte die Frankfurter Wertpapierbörse zum 01. Juli 2005 sämtliche Aktienskontren des Prime und General-Standards neu verteilt und die früheren Zuteilungsbescheide widerrufen. Der Wertpapiermakler Renell hatte bei der Neuordnung kein Mandat erhalten. Das bedrohe die Existenz der Firma.

 

Mit dem beim Frankfurter Verwaltungsgericht vorliegenden Eilantrag begehrt Renell sinngemäß, vorläufig bei der Neuverteilung der Skontren berücksichtigt zu werden, heißt es in einer Mitteilung des Gerichtes. Über den Antrag wird nach FTD-Informationen am Dienstag entschieden. Die aktuelle Skontrenverteilung könnte dann aufgehoben werden mit der Folge, dass die Skontroführer die Berechtigung zur Preisfeststellungstätigkeit verlieren - ohne die wiederum der Parketthandel nicht möglich ist.



Das Urteil kommt zu einem für die Deutsche Börse ungünstigen Zeitpunkt. Sie eröffnet am Montag als Trägergesellschaft der Frankfurter Wertpapierbörse den umfangreich renovierten Handelssaal im Gebäude der Alten Börse in der Innenstadt. Der Streit zwischen der Klägerin und der Börse hatte bereits 2005 mit der Neuverteilung der Orderbücher begonnen.

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