Die Riester-Rente konnte sich bis jetzt noch nicht bei den Verbrauchern durchsetzen. Grund dafür ist vor allem die fehlende Transparenz und die Ungleichheit von Förderwegen und Produkten. Dies hat das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) in einer aktuellen Studie festgestellt. Gleichzeitig verlangt es einfachere Regeln und flexiblere Produkte, um der Riester-Rente zu ihrem Durchbruch zu verhelfen. "Gleiche Förderhöhen für betriebliche und private Altersvorsorge, Produkte, die einfach zu verstehen, einfach zu vergleichen und einfach erklärt werden können" sind die Hauptforderungen des Instituts.
Ganz besonders vor dem Hintergrund der veränderten Lebenssituationen mit Wechseln zwischen Angestelltenverhältnis und Phasen der Arbeitslosigkeit muss der Gesetzgeber handeln. So sollen Beitragszahlungen auf Antrag ausgesetzt und später nachgeholt werden können. Einen Überblick über den aktuellen Stand der Altersvorsorge soll die Einführung eines Altersvorsorgekontos mit allen vorhandenen Vorsorgeprodukten geben.
Weiterhin will DIA den Erwerb einer Immobilie in das Altersvorsorgekonzept des Staates einbinden. Denn durch den Kauf einer Wohnung oder eines Eigenheims sei es durch die finanzielle Mehrbelastung häufig nicht möglich, weiteres Geld für die Altersvorsorge zurückzulegen.
Ein „Opting Out“-Modell ist nach Ansicht des Instituts ein sinnvoller Mittelweg zwischen einer freiwilligen und einer obligatorischen Durchführung der Riester-Rente. Dabei würde dann der Arbeitgeber die für die Kapitalrente vorgesehenen Beiträge aus dem Einkommen des Arbeitnehmers solange in einem Altersvorsorgemodell anlegen, bis dieser sich gegen das Vorsorgesparen entscheidet.
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