Die Bundesregierung will die Einlagensicherung in Deutschland reformieren. Wie eine mit den Vorgängen vertraute Person dem Handelsblatt sagte, denke man darüber nach, die drei großen Einlagensicherungssysteme zu einem einheitlichen System zu bündeln. An Details für einen Gesetzesentwurf arbeite man derzeit noch.
Derzeit verfügen die Privatbanken, die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken über ein eigenes Sicherungssystem, das über den gesetzlichen Schutz (90 Prozent der Einlagen, maximal 20.000,- Euro) hinausgeht. Bei Sparkassen und Volksbanken sind 100 Prozent der Einlagen ohne Grenze nach oben geschützt, bei Privatbanken 30 Prozent des haftenen Eigenkaptials für jeden Kunden.
Die Sparkassen sind von der geplanten Neuregelung wenig begeistert. Heinrich Haasis, der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes sagte gegenüber dem Handelsblatt: "Die Sparkassen können sich jedenfalls nicht vorstellen, für Probleme bei Großbanken zu haften". Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken hatte sich ebenfalls gegen eine Zusammenlegung der Sicherungssysteme ausgesprochen. Der Bundesverband deutscher Banken will hingehen erst einmal die konkreten Vorschläge aus den zuständigen Ministerien abwarten.
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