Mit einem Sofortprogramm ließen sich die Kosten im Gesundheitswesen um sechs Milliarden Euro drücken. So könnte man beispielsweise mit besser qualifizierten und zur Fortbildung verpflichteten Ärzten in den Praxen bis zu eine Milliarde Euro einsparen, sagte Rudolf Hauke, Vizechef der Krankenkasse KKH, dem "Tagespiegel". Ließen sich die Versicherten zudem dazu bewegen, bei planbaren Operationen spezialisierte, von den Kassen ausgewählte Krankenhäuser aufzusuchen, seien zwei weitere Milliarden drin.
Bei den Arzneimitteln brächten zusätzliche Sparanstrengungen sowie eine stärkere Prüfung von Kosten und Nutzen neuer Medikamente weitere drei Milliarden Euro. Mit diesen Maßnahmen ließe sich der durchschnittliche Beitragssatz von jetzt gut 13,3 Prozent um 0,6 Punkte senken, meint Hauke. "Ohne Gegenmaßnahmen drohen 2007 überall Beitragserhöhungen", warnte er.
Auch der Arzneimittelexperte Gerd Glaeske verlangt Sparmaßnahmen. Er sieht das größte Sparpotenzial bei den so genannten Analogpräparaten. Dies sind neue patentgeschützte Medikamente, die kaum besser wirken als alte Mittel. "Wenn es hier keine Wende gibt, ist ein weiterer Anstieg der Arzneimittelausgaben um bis zu 1,2 Milliarden Euro unvermeidlich", so Glaeske.
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