Der EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy hat einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) zufolge der Finanzbranche mit bindenden Regeln zum grenzübergreifenden Wertpapierhandel für den Fall gedroht, dass sie die Kosten für diese Transaktionen nicht von selbst senkt. Dem Bericht zufolge ist es das erste Mal, dass der Kommissar für die Branche konkrete Maßnahmen ankündigt. Intension der Kommission ist es, rechtliche und steuerliche Hürden für den grenzüberschreitenden Wertpapierhandel zu beseitigen. Derzeit sei er teuer und stellenweise ineffizient.
Der Kommission ist die nationale Monopolstellung der einzelnen Abwickler von Wertpapiergeschäften in ihren Ländern ein Dorn im Auge. EU-weit gibt es mehr als 30 Abwickler. Ein zentraleuropäischer Abwickler könnte McCreevy zufolge ein Gegengewicht gegen die jeweiligen Monopolisten bilden.
Aus Kommissionskreisen wurde bekannt, dass mit einer Richtlinie auch die Trennung von Abwicklung und Börsengeschäft erzwungen werden könnte. Hierzulande dürfte das die Deutsche Börse empfindlich treffen, da sie bisher alle Dienstleistungen im Wertpapierhandel aus einer Hand anbietet.
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