Der Euro hat sich in den ersten zehn Jahren seines Bestehens als überaus stabil erwiesen. Einer Untersuchung des Bundesverbandes deutscher Banken zufolge ist die Gemeinschaftswährung im langfristigen Vergleich sogar stabiler als die D-Mark. Während der Euro seit seiner Einführung 1999 im Jahresdurchschnitt eine Geldentwertung von 1,6 % aufweist, verlor die D-Mark im Laufe ihres Bestehens im Schnitt knapp 3 % Kaufkraft jährlich.
Derzeit ist die Inflation in Deutschland weiter auf dem Rückzug. Im März 2009 sank die Inflationsrate auf nur noch 0,5 %. Angesichts der weltweit expansiven Geldpolitik keimen zwar immer wieder Inflationssorgen auf. Voraussetzung für eine höhere Inflationsrate wäre aber zunächst eine merkliche wirtschaftliche Erholung, denn im Abschwung sind Preiserhöhungen durch Unternehmen oder kräftige Gehaltserhöhungen nur schwer durchzusetzen.
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