Unbenanntes Dokument

Ex-Jugoslawen überweisen am häufigsten Geld 

Wieviel Geld Ausgewanderte in ihr Heimatland überweisen, hängt vor allem von persönlichen Merkmalen ab. Das tatsächliche Einkommen spielt nur eine Nebenrolle. Wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt, überweisen Verheiratete, die sich stark mit ihrem Heimatland verbunden fühlen, am häufigsten Geld dorthin. Auch Alter, Familienstand und Ausbildung beeinflussen die Höhe der Zahlungen.

Von den fünf in der vorliegenden Studie untersuchten Migrantengruppen senden Menschen aus dem früheren Jugoslawien am häufigsten Geld in ihre Heimatländer (23 %), am geringsten war der Anteil unter den Staatsangehörigen aus der Türkei (13 %). Durchschnittlich wurde im Jahr 2004 ein Betrag von 2.100 Euro (Median 1.000 Euro) transferiert. Statistisch steigt die Höhe der Überweisung zunächst im Lebensverlauf und nimmt im Alter wieder ab. Verheiratete überweisen mehr als Unverheiratete. Wer Kinder und Wohneigentum in Deutschland hat, schickt statistisch dagegen weniger Geld.

Mit der Dauer der Ausbildung steigt auch die Überweisungssumme, mit wachsendem Haushaltseinkommen dagegen kaum. Erst bei einem relativ hohen Einkommen steigt auch die Überweisungssumme deutlich. Der Plan, für immer in Deutschland zu bleiben, hat dagegen bei den Ausländerinnen und Ausländern keinen signifikanten Einfluss auf die Höhe der Überweisungen. Das zeigt sich auch daran, dass jeder fünfte (Spät-)Aussiedler oder Eingebürgerte noch Geld in das Geburtsland überweist.

Aus der Sicht einiger Herkunftsländer sind Überweisungen von Migranten auch gesamtwirtschaftlich ein bedeutsamer Faktor. In Bosnien und Herzegowina erreichten internationale Überweisungen der Migranten im Jahr 2004 einen Anteil von mehr als 21% des Bruttoinlandsprodukts, in Serbien und Montenegro einen von mehr als 17 %. Für Polen liegt der Vergleichswert dagegen bei gut 1 % des Bruttosozialprodukts, in der Türkei ist er noch geringer.

Gerade in Ländern mit unsicherer wirtschaftlicher und politischer Situation können die Bargeldtransfers der Ausgewanderten einen großen Beitrag zur Entwicklung leisten. Das DIW Berlin schlägt daher vor, solche Transaktionen preiswerter zu gestalten und eine verbindliche Zuwanderungspolitik mit internationalen Kooperationen zu verknüpfen. zur Entwicklung stabiler Investitionsbedingungen in den betreffenden Ländern.

Grundlage der Studie sind die Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), das vom DIW Berlin zusammen mit Infratest Sozialforschung durchgeführt wird. Sie wurde im aktuellen Wochenbericht des DIW veröffentlicht.

Baufinanzierung Vergleich
Finden Sie die besten
Bauzinsen und die
individuell passende
Finanzierung für
Ihren Wohntraum

Welches Girokonto ist das Beste?
Vergleichen, abschließen & sparen!
Jetzt mit 250€ Start-Bonus

Wer bei der Auswahl seiner Kreditkarte auf versteckte Gebühren und überflüssige Extraleistungen achtet, spart später viel Geld.
Welche Kreditkarte ist die Beste? Hier schnell & einfach vergleichen!