Die Durststrecke für Sparer geht weiter: Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt den Leitzins auch für den Monat Juli im Rekordtief: unverändert 1,0 Prozent. Die Zinsen auf Tagesgeld oder Festgeld (Termingeld) werden also voraussichtlich unverändert niedrig bleiben oder weiter sinken.
Unter Berufung auf eine Prognose der Commerzbank schreibt das "Handelsblatt", dass der Zins bis zum vierten Quartal 2010 auf dem gegenwärtigen Stand bleiben wird. Eine nochmalige Zinssenkung auf 0,5 oder gar 0 Prozent hatte die Finanzwelt im Vorfeld nicht erwartet.
Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem die EZB den Banken und Sparkassen im Euro-Währungsraum Geld leiht. In der Folge der Finanzkrise hat die EZB seit Oktober 2008 in mehreren Schritten den Leitzins abgesenkt, weil darauf hin meist auch die Zinsen für Unternehmens- oder Verbraucherkredite sinken.
Niedrige Zinsen eignen sich als Konjunkturmotor, haben bisher aber diesen Zweck weitgehend nicht erfüllt.
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