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Finanzdienstleister verlagern Arbeitsplätze 

Die Finanzdienstleistungsbranche wird in den kommenden Jahren

deutlich mehr Aufgaben und damit auch Arbeitsplätze in

Niedriglohnländer ("offshore") verlagern als bisher. Wie aus einer

Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervorgeht, sollen bis 2008 in jedem zweiten Unternehmen 10 bis 20 Prozent der Beschäftigten "offshore" arbeiten. An der Umfrage nahmen 156 Führungskräfte aus Banken, Versicherungen, dem Investment Management- und Immobiliensektor in Nord- und Südamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum teil.

Fast 80 Prozent der Finanzdienstleister, die bereits ausgelagert

haben, nannten Kostensenkungen als Hauptgrund für die Verlagerung von

Arbeitsplätzen. In den meisten Fällen trat diese Erwartung auch ein,

wenn auch häufig nicht so schnell und nicht so deutlich wie erwartet. "Finanzdienstleister, die Offshoring als langfristigen

Prozess der Unternehmensausrichtung betrachten, werden größere

Erfolge erzielen als Unternehmen, die nur kurzfristige

Kostensenkungspotenziale im Blick haben", rät Holger Herbert, Partner

bei PwC im Bereich Advisory. Vor allem steigende Lohnkosten als Folge

des intensiven Wettbewerbs um qualifizierte Mitarbeiter würden häufig

zu wenig berücksichtigt. Hinzu kommt eine teilweise extreme

Personalfluktuation.

Derzeit zählen Indien, China, Irland, Malaysia und Singapur zu den Top Five Offshore-Standorten. In den nächsten drei Jahren wollen die befragten Finanzdienstleister neben China und Indien verstärkt Brasilien, die Philippinen und Polen ins Visier nehmen.

Allerdings setzen die deutschen Aufsichtsbehörden der Auslagerung von Kernaktivitäten Grenzen. "Für deutsche Finanzdienstleister, die nicht

nur reine Servicefunktionen, sondern auch wesentliche Bereiche

verlagern wollen, setzt die Bundesanstalt für

Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hohe Hürden", betont Herbert

Sahm, Partner bei PwC im Bereich Financial Services. Erhebliche

Bedenken bestehen insbesondere bei Auslagerungen in Länder, in denen

keine Beaufsichtigung nach Standards erfolgt, die mit denen innerhalb

der EU vergleichbar sind. Kurzfristig seien daher in der deutschen

Branche eher geringere Arbeitsplatzverlagerungen zu erwarten als in

anderen Ländern.

 

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