Die Gebühren für Investmentfonds sind im Jahr 2006 erheblich gesunken. Der bereits 2005 gestoppte Trend zu höheren Fondsgebühren kehrte sich 2006 komplett ins Gegenteil um. In fast allen Assetklassen erfolgte speziell bei den Ausgabeaufschlägen ein erheblicher Rückgang von bis zu 1,33 Prozentpunkten. Auch die Managementgebühren gingen zurück, insbesondere bei Aktien-, Renten-, Dach- und Immobilienfonds. Dies geht aus dem neuen FWW
Fonds-Factbook 2006 hervor, der alljährlichen Studie der FWW Research
Services.
Im Fokus dieser Untersuchung steht die Entwicklung der in
Deutschland zugelassenen Publikumsfonds. Sie nahmen gegenüber 2005 um
13,4% auf insgesamt 6213 Investmentfonds zu. Die Anzahl der im Jahresverlauf neu aufgelegten Produkte sank im Vergleich zum Vorjahr um 8,1% auf 465 Fonds. Entgegen diesem leicht
rückläufigen Trend war lediglich bei Index- und Garantieprodukten ein
stärkerer Zuwachs bei den Neuauflagen zu beobachten.
Ein noch deutlicherer Rückgang als bei den neu am Markt
platzierten Investmentfonds erfolgte allerdings bei den
Fondsschließungen. Insgesamt wurden im Jahresverlauf 198 Produkte vom
Markt genommen, was einer Abnahme im Vergleich zum Vorjahr von 37,7%
entspricht. Der Hauptanteil entfiel wiederum auf die Gruppe der
Aktienfonds mit 86 Fondsauflösungen.
Im Rahmen einer Sonderanalyse thematisiert das FWW Fonds-Factbook
2006 insbesondere Zertifikatefonds, deren Anzahl sich im
Betrachtungszeitraum von 10 auf 22 Produkte mehr als verdoppelte. Mit
Stichtag 31.12.2006 vereinigten sie bereits ein Volumen von 2,86 Mrd.
Euro auf sich. Neben einem allgemeinen Überblick zum in jüngster Zeit
dynamisch wachsenden Marktsegment liefert die Studie auch Ergebnisse
zu den verschiedenen Anlagestrategien, den Gebühren und der
Performance einzelner Zertifikatefonds. Die Studie steht kostenlos unter fww.de zum Download bereit.