Die meisten Anleger, die ihre Fonds über das
Internet handeln, legen Wert auf geringe Kosten. Über vorhandene
Sparpotenziale beim Fondshandel sind sie jedoch noch nicht umfassend
informiert, wie eine Umfrage von TNS Infratest für die in Hamburg
ansässige Fondsbörse Deutschland ergab. Demnach haben drei von vier
Befragten bereits von der Ordermöglichkeit über die Börse gehört;
innerhalb dieser Gruppe weiß aber nur jeder Zweite (52 Prozent) um
die damit verbundenen Einsparmöglichkeiten.
Kunden von Online-Direkt- oder Filialbanken können ihre Orders
über die Börse statt über die Fondsgesellschaft laufen lassen.
Dadurch lassen sich Ausgabeaufschläge sparen. Eine am Handelsplatz
Hamburg abgewickelte Beispieltransaktion verdeutlicht dies: Beim Kauf
eines gängigen Aktienfonds fallen ein Spread von 0,5 Prozent, eine
Maklercourtage von 0,08 Prozent sowie die individuellen
Transaktionskosten des Kreditinstituts an.
Der Ausgabeaufschlag beträgt dagegen bei Aktienfonds in der Regel
um die 5 Prozent der investierten Summe, wenn auch teilweise
vergünstigt. Damit stellt er einen erheblichen Kostenfaktor dar und
fördert aus Sicht der Anleger weitere Investments nicht: Mehr als
drei Viertel (78 Prozent) der Befragten würden häufiger Fondsanteile
kaufen oder verkaufen, wenn die Gebühren wie etwa der
Ausgabeaufschlag niedriger wären.
Laut Umfrage hat sich der Fondshandel über die Börse noch nicht
flächendeckend durchgesetzt: Nur jeder Vierte der Befragten, die
diese Handelsart kennen, nutzen sie auch. Wie die Umfrage weiter ergab, wollen sich die meisten im Internet aktiven Fondskäufer gegen Kursrisiken absichern. 72 Prozent der Befragten wünschen sich die Option, ihre Bestände zum Beispiel mit Stop-Loss-Marken zu versehen. Wichtig ist den Kunden dabei, dass sie
sich nicht ständig über aktuelle Kursentwicklungen informieren
müssen.