Eine allein erziehende Mutter erhält von der Frankfurter Sparkasse (FraSpa) 8000 Euro als Teilentschädigung für Lehman-Zertifikate zurück. 15.000 Euro hatte sie in Lehmann-Zertifikate investiert. Die Frankfurter Sparkasse hat weiteren Anlegern, die durch die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers infolge der Finanzkrise Geld verloren haben, einen finanziellen Ausgleich zugesagt. Das berichtet die "Frankfurter Rundschau" (FR).
Die Sparkasse bezeichnet die Teilentschädigungen als eine freiwillige Leistung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Damit sollen wirtschaftliche Härtesituationen einiger Kunden gemildert werden. Gleichzeitig weist sie in ihrem Schreiben darauf hin, dass die betreffende Kundin während des Beratungsgesprächs "umfangreich und ordnungsgemäß aufgeklärt" worden sei, schreibt die FR.
Die FraSpa hatte an etwa 5000 ihrer 800 000 Kunden Lehman-Zertifikate verkauft. Der Gesamtwert dieser Wertpapiere beläuft sich Schätzungen zufolge auf rund 75 Millionen Euro. Die meisten der Anleger haben laut der Sparkasse Beträge zwischen 10.000 und 15.000 Euro verloren, einige wenige einen sechsstelligen Betrag, schreibt die Zeitung.
Die individuelle Prüfung der Beratung von Kunden solle bis zum 30. April abgeschlossen sein. "Erst dann können wir über die Anzahl der Kunden sprechen, die ein Angebot von uns erhalten haben", sagte der Sprecher gegenüber der FR. Und erst dann werde auch die komplette Höhe der Entschädigungszahlungen feststehen.
Mit dieser Entscheidung folgt die FraSpa der Hamburger Sparkasse (Haspa). Schon Mitte Februar hatte die Hamburger Sparkasse ihre Kunden von Lehman-Zertifikaten entschädigt. Rund 1000 Kunden hatten insgesamt 9,5 Millionen Euro zurückbekommen. Auch hier hatte es sich nach Angaben der Zeitung in den meisten Fällen um Rückerstattungen für Kunden gehandelt, die sich in finanziell schwierigen Lebenssituationen befanden. Die Hamburger Sparkasse hatte an 3700 Anleger Lehman-Zertifikate im Wert von 54 Millionen Euro verkauft.
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