Die Mittelstandbank IKB verklagt ihren Ex-Vorstandschef Stefan Ortseifen und drei weitere ehemalige Vorstandsmitglieder auf Rückzahlung ihrer Gewinnbeteiligung aus dem Geschäftsjahr 2006/2007. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Von ihrem ehemaligen Vorstands-Chef Ortseifen verlangt die IKB 805.000 Euro Bonuszahlungen zurück. Ortseifen war bereits 2007 nach Bekanntwerden der ernsten finanziellen Probleme der Bank entlassen worden. Der Ex-Bank-Chef klagt im Gegenzug gegen seine Entlassung.
Vom ehemaligen Vorstandsmitglied Volker Doberanzke fordert die Bank 583.000 Euro und vom ebenfalls entlassenen Vorstandsmitglied Markus Guthoff 600.000 Euro zurück. Beiden setzte die IKB eine Frist bis zum 31.10.2008. Von Joachim Neupel, der schon im Jahr 2006 aus Altersgründen aus dem Vorstand ausgeschieden war, werden 451.000 Euro zurückgefordert.
Auf Druck des Aufsichtsrats zahlte der noch amtierende Vorstand Claus Momburg bereits 558.000 Euro zurück, so die "Süddeutsche Zeitung".
Bei dem geforderten Geld handelt es um erfolgsabhängige Vergütungen aus dem Geschäftsjahr 2006/2007, die im Juli 2007 an die Vorstände gezahlt wurden. Das Geschäftsjahr erwies sich jedoch auf Grund von Fehlspekulationen im Nachhinein als Misserfolg.
Die IKB musste im Sommer 2007 mit insgesamt zehn Milliarden Euro vom Bund und anderen Banken gestützt werden. Der Finanzinvestor Lone Star übernahm die Bank vor Kurzem für 150 Millionen Euro.
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