Die Schutzvereinigung für Anleger e.V. (SfA) hat eine "Interessengemeinschaft geschädigter Schiffsfonds-Anleger" gegründet. Die Gründung erfolgte laut SfA auf Initiative einiger Mitglieder. Die Interessengemeinschaft soll eine erste Anlaufstelle für von Pleiten solcher Fonds betroffene Anleger sein.
Die SfA will für Geschädigte kostenfreie Informationsveranstaltungen anbieten. Auf diesen Veranstaltungen sollen rechtliche und wirtschaftliche Möglichkeiten zum vorzeitigen Ausstieg aus Schiffsfonds aufgezeigt werden. Auf Gesellschafterversammlungen werden die Mitglieder unentgeltlich von der SfA vertreten.
Um den Jahreswechsel haben drei Kommanditgesellschaften für Schiffsbeteiligungen Insolvenz anmelden müssen. Betroffen sind die Fonds MS Charline und MS Carl C von Fafa Capital sowie MS Hannes C von Embdena Partnership AG. Den Gesellschaftern der drei Schiffsfonds drohen hohe Verluste, im Falle der MS Charline, die in Singapur an die "Kette" gelegt worden ist und die nun zur Bedienung der Schiffsdarlehen versteigert werden muss, sogar der Totalverlust.
"Es mag zwar sein, dass die aktuellen Insolvenzen der drei Schiffsfonds", so SfA-Vertragsanwalt Peter Hahn, "auf hausgemachte Probleme zurückzuführen sind. "Zukünftig wird viele Anleger von Schiffsfonds die aktuelle wirtschaftliche Verfassung der Weltwirtschaft und ihre Auswirkungen auf die Schiffsbranche mit voller Wucht erwischen", prophezeit SfA-Vertragsanwalt Peter Hahn. Mitglieder der "Interessensgemeinschaft geschädigter Schiffsfonds-Anleger" können ihre Schiffsbeteilungen einer kostenfreien anwaltlichen Erstbewertung mit entsprechenden Handlungsempfehlungen unterziehen lassen.
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