Berufstätige Frauen in Deutschland investieren durchschnittlich 160 Euro pro Monat in ihre private Altersvorsorge. Das sind rund 80 Euro weniger als berufstätige Männer investieren. Fast ein Drittel der berufstätigen Frauen erklärt, weniger als 100 Euro monatlich für die private Altersvorsorge auszugeben. Dies hat eine bundesweit repräsentative Studie der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach unter 2.052 Personen ab 16 Jahren ergeben.
Laut Studie investieren Männer deutlich mehr in ihre private Altersvorsorge: Im Durchschnitt 238,06 Euro. So rechnet der überwiegende Teil damit, im Alter 2.137,06 Euro monatlich zu benötigen. Dagegen vermag jede zweite Frau nicht einzuschätzen, wie viel Geld sie zur Sicherung des bisherigen Lebensstandards im Alter aufwenden sollte – daher scheinbar die geringe Vorsorge.
Als "ideale Formen der Altersvorsorge" betrachten jeweils knapp zwei Drittel der Frauen
und Männer eine eigene Immobilie, gefolgt von der staatlichen Rente (Frauen: 60,5 %, Männer: 59,4 %). Danach folgt bei den Frauen mit 42,8 Prozent eine private Rentenversicherung, insbesondere die privat abgeschlossene Riester-Rente (27,7 Prozent). Auf diese setzen die Männer jedoch mit 22,5 Prozent Nennung deutlich weniger.
Gefragt, in was man denn konkret zur Stärkung der privaten Altersvorsorge künftig investieren möchte, nennen nur 9,7 Prozent der Frauen den Kauf eines Eigenheims. Bei Männern liegt dieser Wert mit 13,3 Prozent höher. Auch verwenden Frauen und Männer das Geld aus der privaten Altersvorsorge für unterschiedliche Zwecke: 23,6 Prozent der Männer möchten Geld in ein Auto investieren, von den Frauen sagen dies nur 16,4 Prozent. 10,2 Prozent der Männer haben vor, mit dem Geld im Ausland zu leben, von den Frauen geben dies nur 3,6 Prozent an.