Trotz der aktuell niedrigen Zinsen bleibt das Tagesgeld für die Deutschen die beliebteste Geldanlage. Über die Hälfte der 2000 Befragten würde ihr Gespartes in ein Tagesgeldkonto anlegen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk).
Fast jeder Fünfte deponiert Geld im heimischen Sparstrumpf
Mehr als ein Drittel der Befragten plant, Geldanlagen auf ein Tagesgeldkonto umzuschichten. Aber auch andere kurzfristige oder sichere Anlageformen sind bei den Deutschen derzeit begehrt. Jeder Fünfte kann sich vorstellen, mehr in Bausparverträge zu investieren. Insgesamt 18 Prozent der Bürger deponieren ihr Geld am liebsten im heimischen Sparstrumpf. Als Ursache dafür nennt die Gfk fehlende attraktive kurzfristige Geldanlageformen sowie die geringe Bereitschaft, sich in unsicheren Zeiten langfristig an Anlage- und Vorsorgeprodukte zu binden.
In der Krise wird weniger gespart
Laut Umfrage überdenken die deutschen Verbraucher derzeit ihr persönliches Sparverhalten. Insgesamt 52 Prozent der Befragten wollen in den kommenden sechs Monaten genauso viel sparen wie bisher. Jeder dritte Deutsche (32 Prozent) will in Zeiten der Krise jedoch weniger zurücklegen. Viele Konsumenten investieren lieber in konkrete Anschaffungen, als Geld "auf die hohe Kante" zu legen. Verstärkt wird dieser Effekt durch das niedrige Zinsniveau und das fehlende Vertrauen in die Finanzmärkte.
Deutsche agieren derzeit eher verhalten in Finanzfragen
Insgesamt liegt der Gfk-Finanzklimaindex bei 51 Punkten, was das Marktforschungsunternehmen als eher verhalten bewertet. Die Gfk prognostiziert, dass die Sparquote bis zum Jahresende weiter sinken wird. Die Umfrage zum Finanzklima in Deutschland wurde erstmalig im September 2009 durchgeführt und soll künftig vierteljährlich erscheinen.
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