Hedge-Fonds sollen sich künftig einem freiwilligen Rating unterziehen. Nach einem Vorschlag des Bundesbankvorstandes Edgar Meister könnten Rating-Agenturen die Fonds eingehend prüfen und so mögliche Risiken aufdecken. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). "Zur Schaffung von mehr Transparenz gegenüber Investoren und Geschäftspartnern könnte Rating-Agenturen eine Rolle zukommen", sagte Meister der FTD.
Da es nicht gelungen sei, eine Regulierungslösung für Hedgefonds zu finden, müssten nun Marktlösungen gefunden werden, so Meister weiter. "Wir können es uns nicht erlauben, einfach abzuwarten, bis es zu einer Marktstörung kommt".
Hedge-Fonds sind weitgehend unregulierte Kapitalgiganten. Weltweit sind derzeit rund 1,2 Billionen Dollar in Hedge-Fonds investiert. Wenn ein großer Fonds ins Straucheln gerät, kann dies Auswirkungen auf die globale Finanzwirtschaft haben. Als im Jahre 1998 der US-Fonds Long-Term Capital zusammen brach, konnte eine weltweite Finanzkrise gerade noch verhindert werden.
Neben der Beurteilung des Geschäftserfolges sollen die Rating-Agenturen potenzielle Stabilitätsgefahren erkennen und analysieren. Die Kontrolle durch die Rating-Agenturen ist kein Muss. Jedoch setzt Notenbankvorstand Meister darauf, dass die Anleger Fonds meiden, die sich der Kontrolle entziehen.
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