Die Münchener Hypo-Vereinsbank (HVB) verkauft den Fondsanbieter Activest an die Unicredit-Tochter Pioneer Global Asset Management. Der Kaufpreis beträgt 600 Millionen Euro, wie das Handelsblatt berichtet.
Der HVB, selbst zur Unicredit gehörend, werde durch den Mutterkonzern so die Kriegskasse gefüllt, heißt es in Finanzkreisen. Mit dem Geld sollen mögliche Übernahmen auf dem deutschen Markt finanziert werden. Unicredit-Chef Alessandro Profumo hatte laut Handelsblatt-Bericht erst kürzlich deutlich gemacht, dass der Kurs im Deutschland-Geschäft auf Expansion stehe.
HVB-Vorstand Andreas Wölfer, zuständig für die neu geschaffene Abteilung "Wealth Management", sprach im "Münchner Merkur" ebenfalls von "sehr ambitionierte Pläne, die nicht allein über organisches Wachstum zu realisieren sind“. Konkrete Übernahmepläne gebe es derzeit zwar nicht. Jedoch seien Institute wie die kürzlich von der West-LB erworbene Weberbank auch für die HVB interessant.
Der Verkauf von Activest an Pioneer kommt jedoch nicht überraschend. Unicredit hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, das Investmentgeschäft der Unicredit (Pioneer) und der HVB (Acitvest und Nordinvest)) zusammenzuführen. Durch die Bündelung der Aktivitäten will man mittelfristig in Deutschland zu den drei größten Fondsgesellschaften zählen. Pioneer und Activest verwalten zusammen ein Vermögen von rund 250 Mrd. Euro.
Der Verkauf von Activest soll in den nächsten Wochen vollzogen werden. Für die Kunden wird sich nichts ändern, so die HVB. Firmen- und Produktnamen bleiben unverändert.
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