Nachdem die Postbank die Angebotsspanne ihrer Aktien deutlich gesenkt hat, ist das Interesse an den Papieren gestiegen. Nach Angaben des Handelsblatts werden die Aktien der Postbank-Tochter im vorbörslichen Geschäft etwa in der Mitte der Angebotsspanne gehandelt.
Vor zwei Wochen hatte sich die Deutsche Post für eine Spanne von 31,50 bis 36,50 entschieden und somit für viel Unmut und Unverständnis sowohl bei Anlegern als auch bei Fachleuten aus der Wirtschaft gesorgt. Am Wochenende hat die Postbank nun auf das mangelnde Interesse an ihren Papieren reagiert und die Angebotsspanne um rund zehn Prozent auf 28 bis 32 Euro gesenkt. Jetzt notierten die Aktien der Post-Tochter bei den Brokern Lang & Schwarz und Schnigge zwischen 29,70 und 30,30 Euro. Eine Erstnotiz an der Börse ist nun für Mittwoch vorgesehen.
Aus Sicht der Deutschen Post liegt die Verantwortung für die Verschiebung des Börsengangs bei der Deutschen Bank, die einer der globalen Koordinatoren des Börsengangs der Postbank ist.
Diese hatte sich, wie alle Beteiligten verpflichtet, keine eigenen Preisvorstellungen an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Dennoch wurde ein Papier der Deutschen Bank öffentlich, in dem der Wert der Postbank zwischen 4,4 und 5,3 Mrd. Euro angesetzt wurde. Postchef Zumwinkel hingegen bezifferte ihn immer mit rund 6 Mrd. Euro.