Jeder Dritte in Deutschland hortet sein Geld zu Hause. Dabei spielt die Angst vor einer Finanzkrise kaum eine Rolle. Es geht um ein allgemeines Sicherheitsgefühl. Das hat eine forsa-Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland ergeben.
Rund ein Drittel der 18- bis 69-Jährigen (30 Prozent) hütet demnach größere Bargeldreserven zu Hause, statt das Geld sicher und gewinnbringend etwa auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. Die Meinungsforscher fragten die Motivation dieser Teilnehmer mit fünf vorgegebenen Gründen ab.
Bargeld gibt Gefühl der Sicherheit
Demnach gibt vielen Kopfkissensparern die eiserne Reserve ein Gefühl von Sicherheit (14 Prozent der 18- bis 69-Jährigen). Jeweils elf Prozent möchten für Notfälle immer direkt über ihr Guthaben verfügen können. Die Angst vor einer neuen Finanzkrise ist nur für sieben Prozent der Befragten ein Grund, Geld daheim zu deponieren.
Kopfkissensparer in Thüringen, Saarland, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt
Vor allem die Menschen im Saarland (37 Prozent), in Thüringen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt (je 36 Prozent) horten ihr Geld tendenziell häufiger unter der eigenen Matratze.
Angst vor Finanzkrise vor allem in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern
Den Sachsen-Anhaltern ist dabei überdurchschnittlich wichtig, eine eiserne Reserve für Notfälle zu Hause zu haben (20 Prozent). Die Angst vor einer neuen Finanzkrise ist dagegen vor allem für die Menschen in Sachsen (16 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (14 Prozent) ein Grund, Geld im Haus oder in der Wohnung statt bei einer Bank aufzubewahren.
Wer Bargeld hortet, macht Verlust
Klug ist das Sparen von Bargeld nicht. Da Bargeld keine Zinsen einbringt, sinkt der Wert der Scheine und Münzen mit der allgemeinen Kaufkraft. Derzeit beziffern Ökonomen die Inflation auf zwei Prozent. Wer also 10.000 Euro ein Jahr lang daheim aufhebt, besitzt am Ende eines Jahres einen Betrag mit der Kaufkraft von 9.800 Euro. Zur Umfrage
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat die repräsentative Umfrage in Deutschland im Auftrag der Bank of Scotland im Zeitraum 8. bis 21. Oktober 2010 durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 1.671 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren.
Tagesgeld der
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