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Kaufkräftigste Deutsche wohnen im Hochtaunuskreis 

Der Hochtaunuskreis bei Frankfurt ist

die Region mit den kaufkräftigsten Bürgern Deutschlands. Mit einem

verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen von 25.100 Euro verweist der Kreis den

bayerischen Landkreis Starnberg (24.950 Euro) und den ebenfalls an

Frankfurt grenzenden Main-Taunus-Kreis (24.200 Euro) auf die Plätze

zwei und drei. Das ist das Ergebnis der neuen Kaufkraftstudie 2006

des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK, die das

Wirtschaftsmagazin "Capital" veröffentlicht hat.

Bundesweit wird die durchschnittliche Kaufkraft im kommenden Jahr

nach GfK-Berechnungen bei 17.600 Euro pro Kopf liegen - das sind

lediglich 0,1 Prozent mehr als in diesem Jahr. In 2005 ist die

Kaufkraft sogar um 1,5 Prozent gesunken, nachdem sie 2004 noch

kräftig gestiegen war. Allerdings warnte der Leiter der

GfK-Regionalforschung, Bernd Lochschmidt, gegenüber "Capital" davor,

die Entwicklung der Kaufkraft als Hauptursache für das Konsumproblem

in Deutschland anzusehen: "Trotz der jüngsten Delle ist die Kaufkraft

im Trend der zurückliegenden Dekade leicht gestiegen und liegt im

internationalen Vergleich nach wie vor hoch." So haben die Deutschen

zum Beispiel mehr finanziellen Spielraum als die Spanier und Iren,

die trotzdem viel kauffreudiger sind.

Allerdings ist der Wohlstand in der Bundesrepublik höchst

unterschiedlich verteilt: Vor allem zwischen Ost- und Westdeutschland

verläuft auch 15 Jahre nach der Wiedervereinigung ein tiefer Graben.

So müssen die Menschen im vorpommerschen Landkreis Uecker-Randow, dem

Schlusslicht aller 439 deutschen Städte und Landkreise, laut

"Capital" mit 12.050 Euro pro Person auskommen - nicht einmal halb so

viel wie in den reichen West-Regionen. Kein einziger Landkreis in den

neuen Ländern erreicht den Bundesdurchschnitt, die schlechtesten 20

Regionen im Ranking liegen ohne Ausnahme im Osten.

Dabei spiegelt das Einkommen der Bürger den wahren Rückstand der

neuen Bundesländer noch gar nicht in vollem Ausmaß wieder, denn 25

Prozent der gesamten Binnennachfrage gehen auf das Konto von

Milliardentransfers aus dem alten Bundesgebiet. "Es gibt eine große

Lücke zwischen Leistungskraft und Lebensstandard, die wir uns

angesichts klammer Staatsfinanzen nicht mehr lange leisten können",

sagte Strukturökonom Joachim Ragnitz vom Institut für

Wirtschaftsforschung Halle gegenüber "Capital". Seine düstere

Prognose: "Der Osten insgesamt wird bei der Kaufkraft gegenüber dem

Westen noch weiter zurückfallen - von den heute schon besonders

strukturschwachen Regionen ganz zu schweigen." Die Studienergebnisse für alle 439 Kreise und die 16 Bundesländer können unter www.capital.de/politik abgerufen werden.

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