Im Jahr 2005 wird es nach Angaben der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) keine Rentenerhöhung geben. Ein Grund dafür ist, dass es im vergangenen Jahr nur eine geringe Erhöhung der Löhne und Gehälter gegeben hat und deshalb der Rentenwert gleich geblieben ist. Ein weiterer Grund ist der Nachhaltigkeitsfaktor, der das Verhältnis von Rentnern zu den aktiven Beitragszahlern berücksichtigt. Da dieser sich zunehmend verschlechtert, wirkt er sich dämpfend auf die Rentenanpassungen aus. Aber auch die Mehrbelastungen für die private Altersvorsorge, welche die Beschäftigten letztes Jahr aufbringen mussten, lassen keine Anpassung der Renten zu.
Die Bruttorente bleibt damit also unverändert, die Nettorenten können sich dagegen individuell ändern. Dies hängt von der Entwicklung des Beitragsatzes der Krankenkasse ab, bei der der Rentner versichert ist. Ab dem 1. Juli hat jeder Rentner einen um 0,9 Prozent erhöhten Krankenversicherungsbeitrag zu zahlen. Gleichzeitig müssen die Krankenkassen zwar ihre Beiträge um 0,9 Prozent senken, durch die Beteiligung der Rentenversicherungsträger an der Krankenversicherung ergibt sich für den Rentner aber eine Mehrbelastung von 0,45 Prozent der Rente.
Jedes Jahr im Juli finden die Rentenanpassungen statt. Dabei bestimmt die Bundesregierung, in welche Höhe sich die Rente verändert. Grundlage dafür ist die Festlegung des sogenannten aktuellen Rentenwertes, welcher der monatlichen Rente eines Durchschnittsverdieners für ein Jahr entspricht. In den Anpassungsmitteilungen, die vom 1. Juni bis zum 22. Juli 2005 durch den Rentenservice der Deutschen Post verschickt werden, kann jeder Rentner erfahren, was der Rentenwert und die Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrages für ihn persönlich bedeuten.
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