Die Finanzkrise könnte zu einer Trennung von Geschäftsbanken und Investmentbanken führen - auch in Deutschland, berichtet das "Handelsblatt". Das soll verhindern, dass Banken die staatlich gesicherten Einlagen der Kleinanleger für riskante Geldgeschäfte verwenden. Streng regulierte Geschäftsbanken sollen dabei private Sparanlagen und Kredite verwalten, während die Investmentbanken mit hohen Risiken Geld erwirtschaften könnten - ohne Regulierung, aber auch ohne staatliche Garantien.
Das so genannte "Trennbankensystem" wird in Großbritannien von den oppositionellen Konservativen favorisiert. Gewinnen sie im Frühjahr die Wahlen in Großbritannien, dann könnte es zunächst unter den im Zuge der Finanzkrise verstaatlichten Banken zu einer Trennung in eine Geschäfts- und eine Investmentbank kommen. Auch in den USA gebe es Verfechter eines solchen "Trennbankensystems", heißt es im "Handelsblatt".
Für die großen so genannten "Universalbanken" würde eine solche Trennung bedeuten, dass sie sich von ihrem Investmentgeschäft trennen müssten. Wenn das Beispiel Schule machen würde, dann würde dies auch beispielsweise für die Deutsche Bank gelten. Kritiker sind skeptisch, ob sich Investmentbanken von Universalbanken sicher unterscheiden lassen. Die Deutsche Bank wendet außerdem ein, dass die Universalbanken besser durch die Krise gekommen seien als Investmentbanken wie beispielsweise die Pleitebank "Lehman Brothers".