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Krankenkassen und Ärzte ziehen Kostenbremse 

Um den Anstieg der Arzneimittelausgaben zu bremsen, haben Krankenkassen und Ärzte für 2006 einen Rahmenvertrag vereinbart, der den Anstieg der Medikamentenkosten auf 4,8 Prozent begrenzt. Für das laufende Jahr geht der Vertrag von einem Anstieg um 8,1 Prozent auf 22,7 Mrd. Euro aus. Es wird jedoch eine deutlich höhere Zunahme um 12 bis 15 Prozent befürchtet. Dies berichtet die Online-Ausgabe der Financial Times Deutschland.

Auf Grund des hohen Anstiegs sind die Arzneimittelausgaben derzeit die größte Gefahr für stabile Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen. Krankenkassenvertreter gehen davon aus, dass ein erneuter Anstieg die Beitragssätze im kommenden Jahr in die Höhe treiben würde.

In dem neuen Rahmenvertrag legen Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erstmals für drei große Medikamentengruppen mit den höchsten Zuwachsraten konkrete Zieldaten für die einzelnen Bundesländer fest. Darin wird vorgegeben, wie stark die Ausgaben aller Ärzte einer Region für Cholesterinsenker, Magensäurehemmer und Blutdrucksenker höchstens steigen dürfen. Allerdings scheiterte die Umsetzung einer ähnlichen, aber weniger detaillierten Vereinbarung für 2005 daran, dass Ärzte und Krankenkassen sich nicht auf Bonus- oder Strafzahlungen für die Über- oder Unterschreitung der vereinbarten Grenzen einigen konnten.

Der starke Ausgabenanstieg bei Arzneimitteln ist Gesundheitsministerin Ulla Schmidt bereits seit längerem ein Dorn im Auge. Da die SPD-Politikerin auch in der großen Koalition im Amt bleiben soll, bleiben die Pläne auf dem Tisch, gesetzliche Maßnahmen zu ergreifen, falls Ärzte und Krankenkassen ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen.

 

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