Der "Mitteldeutsche Rundfunk" (MDR) hat sich in einer Pressemitteilung gegen Presseberichte gewandt, er habe in riskanten Geldanlagen Gebührengelder verspekuliert. Der MDR bestreitet darin nicht die Höhe des behaupteten Anlagevermögens von 537 Millionen Euro.
Richtig sei auch, dass Geldanlagen wie Aktienfonds im Zuge der Finanzkrise im Wert gefallen seien. Die Durchschnittsverzinsung aller Fonds des MDR seit Auflegung belaufe sich aber immer noch auf 3,7 Prozent pro Jahr. Es sei also kein einziger Gebühren-Euro verloren gegangen.
Der Sender verteidigt auch die Praxis, augenblicklich nicht benötigte Gelder am Finanzmarkt anzulegen. "Fahrlässig" wäre es, dies nicht zu tun, da man damit auf Zinserträge verzichten würde. Diese Gelder seien zur Bedienung zukünftiger Forderungen zurückgelegt. Der MDR nennt unter anderem Leasingverträge und Betriebsrenten.
Diese Geldanlagen seien keine "stillen Reserven", wie sie dem MDR vorgeworfen würden. "Stille Reserven" könnten aber durch Zinserträge entstehen, räumt der Sender ein.