Mit einem stabilen Beitragssatz von 13,8 Prozent bleibt die mhplus Betriebskrankenkasse auch zu Jahresbeginn 2005 unter dem Durchschnittssatz der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Obwohl die Leistungsausgaben 2004 gesunken sind, sieht die mhplus keinen Spielraum für eine Beitragssenkung, da für 2005 allgemein mit deutlich steigenden
Arzneimittelausgaben gerechnet wird.
Der erwartete Preisanstieg bei Arzneimitteln resultiert aus zwei gesetzlichen Regelungen. Zum einen fällt das Beitragssatzsicherungsgesetz weg, das bislang Preiserhöhungen der Hersteller gedämpft hat, zum anderen verringert sich der obligatorische Rabatt der Pharmahersteller an die Krankenkassen von 16 auf sechs Prozent. Die Kassen rechnen hierdurch mit Mehrbelastungen von insgesamt rund einer Milliarde Euro.
Neue gesetzliche Regelungen zur Jahresmitte 2005 werden die Beitragssätze verändern. Schon heute sorgt dies für Diskussionsstoff. So sind alle gesetzlichen Krankenkassen gleichermaßen verpflichtet, ihren allgemeinen Beitragssatz zum 1. Juli 2005 um 0,9 Prozent zu senken und damit Arbeitgeber und Arbeitnehmer um jeweils 0,45 Prozent zu entlasten. Gleichzeitig wird für Zahnersatz und Krankengeld ein Sonderbeitrag von 0,9 Prozent erhoben, der ausschließlich von den Mitgliedern der Krankenkassen zu finanzieren ist. Per saldo werden den Kassenmitgliedern für ihre Gesundheit also höhere Beiträge abverlangt.