Aufgrund der hohen Schäden, die Hurrikan „Katrina“ verursacht hat, will der weltgrößte Rückversicherer Münchner Rück nun seine Prämien erhöhen. Eine Preisanhebung müsse in der gesamten Branche vorgenommen werden, meint Nikolaus von Bomhard, Vorstandschef der Münchner Rück. "Schäden in der Größenordnung von 'Katrina' sind auf allen Kontinenten denkbar", so von Bomhard. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD).
Außerdem würden sich durch den Klimawandel und die zunehmende Bebauung von katastrophengefährdeten Gebieten mehr Naturkatastrophen ereignen, die wiederum größere Schäden verursachen. Diesem Risikopotenzial müsse in der anstehenden Erneuerungsrunde für die Verträge in der Nichtlebensrückversicherung Rechnung getragen werden.
Die Schäden, die „Katrina“ verursacht hat, belaufen sich nach Angaben der Wirtschaftsberatungsfirma Risk Management Solutions auf 125 Milliarden US-Dollar, die Versicherungsschäden auf 40 bis 60 Milliarden US-Dollar. Obwohl sich die Münchner Rück nur auf Schadenforderungen von bis zu 470 Millionen Euro eingestellt hatte, bekräftigte sie ihr Ziel, den Gewinn zu verdoppeln. Die Hannover Rück dagegen rechnet nicht mehr mit einer Steigerung ihres Gewinnes. Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re wird für die erwartete Schadenssumme von ca. 1,2 Milliarden US-Dollar voraussichtlich einen Teil seiner Schwankungsreserven angreifen, die extra für solche Großschadensereignisse gebildet wurden.
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