81 Prozent der Deutschen wissen überhaupt nicht oder nur ungefähr, dass die gesetzliche Rente ab 2005 schrittweise voll steuerpflichtig wird. 80 Prozent haben von der so genannten "Rürup-Rente" noch nie etwas gehört. Und für mehr als die Hälfte aller Berufstätigen ist der Begriff "Altersvorsorge" negativ besetzt. Das sind die Kernergebnisse einer im Auftrag der Postbank durchgeführten repräsentativen Allensbach-Studie mit dem Titel "Altersvorsorge in Deutschland 2005".
Laut Studie der Postbank wissen die Deutschen am ehesten noch, dass neu abgeschlossene Lebens- und Direktversicherungen nicht mehr steuerfrei ausgezahlt werden. Von positiven Aspekten, wie etwa niedrigeren Steuern auf private Rentenversicherungen, wissen hingegen lediglich zehn Prozent.
24 Prozent der berufstätigen Deutschen, die eine Erweiterung ihrer Altersvorsorge planen, wollen der Postbank Studie zufolge künftig in eine private Rentenversicherung investieren, mehr als in jede andere Anlageform. Lediglich sechs Prozent wollen noch in eine neue Lebensversicherung mit einmaliger Kapitalauszahlung investieren. Abgeschlagen sind auch Aktieninvestments mit lediglich elf Prozent. Der Trend zur Sicherheit zeigt sich deutlich: Sparverträge liegen in der Gunst mit 23 Prozent an zweiter Stelle.
41 Prozent der gegenwärtigen Nichtruheständler glauben, einen Betrag zwischen 1.000 und 2.000 Euro nach heutiger Kaufkraft im Alter zu benötigen, um "gut leben zu können".30 Prozent sehen hierzu 2.000 bis 3.000 Euro, acht Prozent mehr als 3.000 Euro als notwendig an. Im Schnitt ergibt sich ein Betrag von 2.050 Euro. Dabei sind die Ostdeutschen mit rund 1.930 Euro etwas bescheidener als die Westdeutschen mit etwa 2.100 Euro. Die Beamten allerdings sind mit 2.340 Euro deutlich anspruchsvoller als etwa Angestellte (2.090) oder Arbeiter (1.800).
Den Anteil der gesetzlichen Rente an ihren gesamten Alterseinkünften geben heutige Rentner mit 82 Prozent an. Demgegenüber erwarten die künftigen Rentner einen Anteil von lediglich 57 Prozent. Von diesen künftigen Ruheständlern erwarten 80 Prozent Einkünfte aus privaten Vorsorgeanlagen. Dies ist ein mehr als doppelt so hoher Anteil wie unter den heutigen Ruheständlern (37 Prozent).
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