Der nordrhein-westfälische Finanzminister Helmut Linssen (CDU) hat die Sparkassen aufgefordert, sich stärker international zu orientieren. "Die Sparkassen-Familie in Deutschland wäre gut beraten, sich mehr Gedanken über eine internationale Präsenz zu machen, sagte Linssen im Gespräch mit dem Handelsblatt. Im Inland hätten die Sparkassen hohe Marktanteile, im Ausland habe man dagegen auf eine Expansion weitgehend verzichtet. Allein die BayernLB ist in Osteuropa durch Firmenkäufe vertreten.
Darüber hinaus hält der Finanzminister auch an seinen Plänen zur Novellierung des Sparkassengesetzes fest. Um klare Besitzverhältnisse zu schaffen, soll die Bildung von Stammkapital zugelassen werden. Dadurch könnten die Kommunen den Einfluss auf regionale Sparkassen verstärken. Mit der Neuregelung soll auch die Fusion der Sparkassenverbände Rheinland und Westfalen-Lippe eine gesetzliche Grundlage finden. Die Fusion soll zum 1. Januar 2009 abgeschlossen werden.
Im Zuge des in diesem Jahr stattfindenden Verkaufs der Landesbank Berlin wurde auch darüber spekuliert, dass die Neuregelung des nordrhein-westfälischen Sparkassengesetzes eine Privatisierung von Anteilen vorsehe. Dies soll aber dem Handelsblatt zufolge nicht der Fall sein.
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