Das Öko-Institut Freiburg hat ökologisch-sozial nachhaltige Geldanlagen untersucht und für die "EcoTopTen"-Empfehlungen ausgewählt. Die Marktübersicht der besten Nachhaltigkeitsfonds erstellte das Öko-Institut in Zusammenarbeit mit FINANZtest und dem Sustainable Business Institute (SBI) der EUROPEAN BUSINESS SCHOOL in Oestrich-Winkel.
Bei der Bewertung wurden sowohl die finanzielle Performance als auch Prinzipien der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit zugrunde gelegt. Alle aufgeführten Fonds sind seit mehr als fünf Jahren am Markt verfügbar. Ihre Performance wurde über mehrere Jahre von Stiftung Warentest / FINANZtest bewertet. Die "EcoTopTen"-Fonds müssen laut Öko-Institut "in der Vergangenheit überdurchschnittlich gut abgeschnitten haben und gleichzeitig umfassend über strenge soziale und ökologische Ausschlusskriterien verfügen".
Die ethischen und ökologischen Kriterien, nach denen ein Nachhaltigkeitsfonds investiert, legt sein Management selbst fest. Die Kriterien kann man im Verkaufsprospekt nachlesen, den jede Fondsgesellschaft erstellen muss. Er beschreibt die Anlagepolitik des Fonds, also auch eine Ausrichtung nach ökologischen oder Nachhaltigkeitskriterien. Ob die Kriterien in Auswahl und Strenge überzeugen, müssen Anleger dann selbst entscheiden.
Die "eco-top-ten"-Liste des Öko-Institutes hat die nachhaltigen Anlagemöglichkeiten deshalb in folgende Gruppen eingeteilt:
- Fonds mit überdurchschnittlicher Wertentwicklung und Stabilität in den letzten fünf Jahren und umfassenden strengen sozialen und ökologischen Ausschlusskriterien
- Fonds mit überdurchschnittlicher Wertentwicklung und Stabilität in den letzten fünf Jahren und weniger strengen sozialen und ökologischen Ausschlusskriterien
- Fonds mit umfassenden strengen sozialen und ökologischen Ausschlusskriterien, deren Wertentwicklung in den letzten fünf Jahren jedoch stärker variiert hat und aktuell oder längerfristig nur durchschnittlich, zum Teil sogar (stark) unterdurchschnittlich verlaufen ist.
Ein guter Anhaltspunkt sind die Nachhaltigkeitskriterien des Natur-Aktien-Index (NAI) (www.nai-index.de). Das ist ein Aktienindex von Unternehmen, die ökologisch und sozial nachhaltig wirtschaften. Er soll gegenüber den anderen internationalen Aktienindizes die Chancen nachhaltiger Anlagen sichtbar machen.
Die Negativ-Kriterien, die ein Unternehmen vom NAI ausschließen, lauten z.B. Atomenergie, Waffenproduktion, Diskriminierung von Frauen sowie sozialen oder ethnischen Minderheiten, Kinderarbeit, Tierversuche, Gentechnik in der Lebensmittelproduktion, Erzeugung von ausgesprochen umwelt- oder gesundheitsschädlichen Produkten. Umgekehrt muss ein NAI-Unternehmen mindestens zwei der folgenden vier Positiv-Kriterien erfüllen:
Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die "einen wesentlichen Beitrag zur ökologisch und sozial nachhaltigen Lösung zentraler Menschheitsprobleme leisten",
Branchen-Vorreiter im Hinblick auf die Produktgestaltung, die soziale oder die technische Gestaltung des Produktions- und Absatzprozesses sein.
www.ecotopten.de ist eine Ratgeberseite für ökologisch verträglichen Konsum. Neben Geldanlagen werden auch Haushaltsgeräte, Bürotechnik, Textilien und Stromanbieter nach ökologischen Kriterien bewertet.