Die Deutsche Postbank AG hat am Donnerstag den Aktionären der BHW Holding AG ein Pflichtangebot zum Kauf ihrer Aktien gemacht. Das Angebot beträgt 15,04 Euro je BHW-Aktie und läuft vom 26. Januar bis zum 23. Februar 2006. Die Annahme des Angebots über eine Depotbank mit Sitz in Deutschland ist für die BHW-Aktionäre kosten- und gebührenfrei. Durch den Erwerb der Aktien von den bisherigen Mehrheitseigentümern mit Wirkung vom 2. Januar 2006 verfügt die Postbank über 91,04 Prozent der Aktien der BHW Holding. Sie ist damit gemäß Wertpapierübernahmegesetz verpflichtet, ein entsprechendes Angebot zu machen.
Die Postbank sieht das Angebot als sehr attraktiv an. Es entspreche dem gewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate, der nach Ansicht der Postbank in erheblichem Maße durch Übernahmespekulationen beeinflusst war. Verglichen mit dem Kurs Ende 2004 von 10,21 Euro - vor Aufkommen konkreter Übernahmespekulationen - beträgt der Aufschlag 4,83 Euro.
Wie die Postbank weiter in der Veröffentlichung mitteilt, beabsichtigt sie derzeit keine wesentlichen Änderungen des Kerngeschäfts der BHW-Gruppe. "BHW" soll als Spezialmarke innerhalb des Postbank Konzerns für die Bereiche Bausparen, Baufinanzierung und Immobilien stehen.
Die Postbank will insbesondere die Synergiepotenziale im Vertrieb nutzen. Dazu erwägt sie die beiden vorhandenen mobilen Vertriebe in einer Tochtergesellschaft zusammenfassen. Auch die IT-Infrastruktur will sie vereinheitlichen. Die Zentralfunktionen der beiden Häuser sollen so weit möglich konsolidiert werden, um die angestrebten Kostensynergien zu realisieren.
Die Aufgaben der BHW Bank sollen mittelfristig im Wesentlichen auf die Postbank übertragen werden. Im Rahmen der Integration wird geprüft, welche Aktivitäten, die nicht zu den Kernkompetenzen gehören, weitergeführt werden. Gleiches gilt für die Tochtergesellschaften.
BGH-Urteil: Reise-Umbuchungen bleiben teuer
Der BGH hat ein wichtiges Urteil in Sachen Reiseum...
mehr