Die Vorschriften, die Investoren an den amerikanischen Börsen beachten müssen, gelten als die strengsten der Welt. Mit diesen verschärften Regeln will die Börsenaufsicht SEC vor allem Privatanleger schützen. Was für diese gut ist, stört die institutionellen Anleger jedoch sehr.
Wie das Handelsblatt berichtet, hat die amerikanische Technologiebörse Nasdaq nun einen Börsenableger gegründet, an dem die strengen Börsenregularien nicht gelten. Die Börse, die unter dem Namen "Portal" firmiert, ist ausschließlich für Profi-Anleger gedacht. Privatpersonen können dort nicht handeln. Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 100 Millionen Dollar. Über die Börse kann nach Auskunft der Betreiber jedes private Unternehmen Aktien ausgeben.
Vorgaben, wie z.B. das regelmäßige Veröffentlichen von Geschäftszahlen, sind dort nicht zu beachten. An der Wall Street wird der Start von Portal einem Bericht der Washington Post zufolge als "bedeutendste Entwicklung seit Jahrzehnten" gefeiert. Große Bankhäuser wie Goldman Sachs oder Merrill Lynch haben bereits solche Privat-Börsen etabliert. Der Nasdaq-Ableger soll diese von der Größe her aber deutlich übertreffen. Zur Eröffnung will die neue Börse rund 500 Unternehmen listen.
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