Nach dem Aus der Eigenheimzulage will die Union ab nächstem Jahr privates Wohneigentum innerhalb der Riester-Rente fördern. Die CDU folgt damit einem Konzept, dass der Verband der Privaten Bausparkassen bereits Anfang Februar vorstellte. Privat genutztes Wohneigentum wird so zu einem Altersvorsorgeprodukt, für das der Staat in der Sparphase Steuern erlässt und eine Zulage zahlt. Im Rentenalter müssen die Ersparnisse dann versteuert werden. Dies berichtet das Handelsblatt.
Allerdings will Michael Meister von der CDU diese nachgelagerte Besteuerung nicht auf Eigenheime anwenden. Eine Steuer darauf im Alter sei nur schwer zu vermitteln, meint Meister. Damit die Immobilie jedoch nicht stärker gefördert wird als beispielsweise Sparpläne und Lebensversicherung, will er die Zulage für das Eigenheim gegenüber der Zulage für Sparprodukte senken.
Die Bausparkassen schlagen vor, anstelle der Steuer im Rentenalter die Riester-Zulage auf 80 Prozent zu senken. Ein Ehepaar mit Kind bekäme dann statt 493 Euro eine jährliche Zulage von 394 Euro für das Eigenheim. Die Zulage würde für die Dauer der Selbstnutzung und eine Finanzierungsphase von 20 Jahren gezahlt.
Die SPD sieht den Vorschlag des Koalitionspartners skeptisch. Sie fürchtet, dass die Ausnahme der Immobilie von der nachgelagerten Besteuerung zu mehr Bürokratie führen würde. In der SPD wird vielmehr darüber nachgedacht, die heutige Förderung von Immobilien in der Riester-Rente attraktiver zu gestalten. Darüber hinaus gehende Vorschläge dürften zu teuer werden, sagte SPD-Fraktionsvize Joachim Poß.
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