Die Zeitschrift FINANZtest hat insgesamt 114 Girokonten untersucht. Als wirklich kostenlos haben sich dabei nur Konten von Regionalbanken herausgestellt. Viele Banken, die mit „kostenlos“ werben, verlangen von ihren Kunden häufig Mindestsalden oder schlagen die Kosten woanders drauf.
Sieger im Test war die PSD-Bank Berlin/Brandenburg. Hier gelten keine Bedingungen für kostenloses Konto inklusive kostenloser Kreditkarte. Für diese wird allerdings eine Bonitätsprüfung vorgenommen. Das Angebot steht aber nur Berlinern und Brandenburgern zur Verfügung.
Ebenfalls als kostenlos bewerteten die Finanztester die Girokonten der Sparda-Banken Berlin und Hamburg sowie die Konten der Berliner Volksbank, Netbank und den Sparda-Banken West, München und Südwest, der Volksbank Braunschweig und der Südwestbank. Zu beachten ist jedoch, dass bei den Sparda-Banken ein Genossenschaftsanteil zu kaufen ist und die anderen Konten ausschließlich online zu führen sind.
Bei anderen Banken gibt es kostenfreie Girokonten nur für Kunden mit hohen Gehaltseingängen. So verlangt die Postbank Eingang von 1.250,- Euro monatlich. Bei der Citibank sind es gar 2.500,- Euro, die durchschnittlich auf der Habenseite stehen sollten. Ansonsten können nach den Berechnungen von FINANZtest schon mal knapp 100,- Euro im Jahr fällig werden.
Weiterhin rät die Zeitschrift auf die Bargeldversorgung zu achten. So verfügen die Kunden der Volkswagen Bank direct nur über 16 Automaten, an denen es Bargeld ohne zusätzliche Kosten gibt. Die Vorteile eines kostenlosen Kontos sind schnell verloren, wenn eigene Geldautomaten nicht ausreichend vorhanden sind und an Fremdautomaten hohe Gebühren fällig werden.
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