Der Großteil der Deutschen unterschätzt die
langfristigen Renditechancen von Aktienfonds. Das ist das Ergebnis
einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage von AXA Investment Managers
und dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest. Auf die Frage,
welche durchschnittliche Summe sich aus einem Investment von 10.000
Euro in einem europäischen Aktienfonds bei einer Anlagedauer von 20
Jahren ergeben hätte, antworteten 73 Prozent der Befragten mit 30.000
Euro oder weniger.
Der durchschnittliche Ertrag aller Euro-Aktienfonds führte
allerdings zu einem Wert von 40.926 Euro. Nur 14 Prozent der
Befragten lagen mit ihrer Antwort innerhalb des richtigen
Zielkorridors (30.000-50.000 Euro), weitere 12 Prozent erwarteten
sogar, dass die Summe auf mehr als 50.000 Euro angestiegen wäre.
Besonders pessimistisch waren ausgerechnet die Fondsbesitzer, die
die Erträge möglicherweise als Folge der Stagnation an den
Aktienmärkten eher niedrig einschätzten. Sie nannten im Durchschnitt
einen Wert von 27.970 Euro, dagegen rechneten Abiturienten und
Akademiker mit einem Mittelwert von 32.296 Euro.
Demgegenüber überschätzen viele Befragte die Erträge von
Sparbüchern über den gleichen Zeitraum. Nur 23 Prozent lagen
innerhalb des richtigen Zielkorridors von 14.000-18.000 Euro bei
einem wahren Wert von 14.860 Euro. 38 Prozent erwarteten weniger als
14.000 Euro, 38 Prozent erwarteten eine noch höhere Rendite. In
Österreich lagen die zu hohen Schätzungen nur bei 35 Prozent, in der
Schweiz sogar nur bei 30 Prozent.