Die Renditen bei umlaufenden Bundesanleihen sinken im Zuge der weltweiten Finanzkrise im Durchschnitt auf unter 3,3 Prozent. Umlaufende Bundesanleihen sind an der Börse gehandelte Wertpapiere. Wer dem deutschen Staat also 100 Euro leiht, bekommt im Durchschnitt 3,30 Euro Zinsen pro Jahr, berichtet die "Frankfurter Rundschau" (FR).
Am letzten Handelstag im Jahr 2007 waren es nach Angaben der Zeitung noch mehr als 4,30 Euro. Die Umlaufrendite belief sich damals auf 4,34 Prozent. Die Finanzkrise hatte zu einer verstärkten Nachfrage nach staatlichen Geldanlagen geführt, da diese als besonders sicher gelten.
Die Zentralbanken versuchten, mit entsprechenden Maßnahmen ein weiteres Sinken der Renditen zu verhindern. Von einem "Wettlauf um die niedrigsten Zinsen" sei laut FR am Kapitalmarkt die Rede. "Vermutlich im ersten Halbjahr 2009 wird das Renditetief am Euro-Rentenmarkt erreicht werden", sagte Ulf Krauss von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).
Bis dahin dürften die Kurse der Anleihen noch steigen, die Renditen sinken. Voraussichtlich auch im ersten Quartal 2009 werden die volkswirtschaftlichen Daten nochmals schlecht ausfallen. Denn sie müssten sich nach FR-Angaben an den starken Wachstumszahlen des ersten Quartals 2008 messen lassen.
Ab dem zweiten Quartal rechnen Marktbeobachter allerdings mit steigenden Renditen und entsprechend sinkenden Kursen. Die Helaba sagt für das erste Quartal 2009 bei zehnjährigen Bundesanleihen eine Rendite von 3,5 Prozent und für das zweite Quartal von 3,8 Prozent voraus. Gegenwärtig seien es 3,72 Prozent.
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