Die Rentenkassen sind leer und auch im weiteren Verlauf dieses Jahres werden erhebliche Probleme auf die Rentenversicherung zukommen. Spätestens im August müssten Bundeszuschüsse vorgezogen werden, damit die Rentenversicherung den Risikostrukturausgleich der Krankenkassen durchführen kann. Bereits in den Monaten September bis November werden dann vermutlich auch vorgezogene Bundesmittel zur Finanzierung der laufenden Rentenzahlungen benötigt, meint der Vorstandsvorsitzende der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) Hartmann Kleiner. Außerdem müsste der heutige Beitragssatz von 19,5 Prozent auf 20 Prozent angehoben werden, um zu vermeiden, dass die Rücklage der gesetzlichen Krankenversicherung schon zum Ende dieses Jahres unter den gesetzlichen Vorgaben liegt, so Kleiner.
Bereits jetzt wäre die junge Generation der Verlierer des Systems, wenn die notwendigen Rentenreformen weiterhin ausbleiben. Bekommen die heutigen Rentner noch eine Rendite von 2,9 bis 4,6 Prozent, würde ein heute 20jähriger nach 45 Jahren bei einer monatlichen Renteneinzahlung von 300 Euro nur eine Auszahlung von 220 Euro pro Monat bekommen. Dies entspricht einer Negativ-Rendite von 1,6 Prozent. Ein heute geborener Junge würde sogar nur 170 Euro Rente bekommen und damit eine Negativrendite von 2,0 Prozent haben.
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