Das Handelsgericht Wien hat den Weg für eine Sammelklage gegen den Finanzdienstleister AWD Österreich frei gemacht. In der Sammelklage geht es nach Angaben des Vereins um "systematische Fehlberatung" von Immofinanz-Anlegern durch AWD Berater. Die ehemaligen Kunden von AWD werfen dem Beratungsunternehmen vor, sie falsch beraten zu haben.
Sammelklage für 2.500 Anleger
Die Berater hätten ihnen zum Kauf von Immofinanz-Aktien geraten. Die Aktien verloren im Zuge der Finanzkrise stark an Wert. Der Sammelklagen-Aktion des VKI - im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums und mit Unterstützung des deutschen Prozessfinanzierers FORIS AG - haben sich 2.500 Anleger mit einem Gesamtschaden von rund 30 Millionen Euro angeschlossen.
Gesprächsprotokolle ungelesen unterschrieben
Nach Darstellung des VKI sind die Klagen notwendig geworden, weil der AWD eine "systematische Fehlberatung" von Anlegern bis zuletzt immer bestritten und sich in allen Fällen auf Gesprächsprotokolle berufen habe. Diese hätten die Anleger nach eigenen Angaben jedoch ungelesen unterschrieben, weil die AWD-Berater die Protokolle als reine Formsache bezeichnet hätten.
Der VKI sei jedoch bereit zu außergerichtlichen Verhandlungen mit dem AWD Österreich, dem AWD Deutschland oder dessen Eigentümer Swiss Life in der Schweiz. So heißt es in einer Pressemitteilung des Prozessfinanzierers FORIS.
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