Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) hat ihr "Schwarzbuch Börse 2006" vorgestellt. Hierin werden die Missstände und Skandale rund um das Börsengeschehen des vergangenen Jahres beleuchtet, so die SdK. Wie die Organisation mitteilte, sind es diesmal nicht nur Kleingesellschaften und Exoten, die Anlass zur Sorge geben. Es finden sich auch zahlreiche Berichte über DAX und Co. Unter den erwähnten Gesellschaften, die nach Ansicht des SdK "Grund zu Ärger und Kopfschütteln" gaben, finden sich Namen wie ThyssenKrupp, Volkswagen, TUI, Altana, Siemens und HVB. Das sich das Papier der Telekom auch unter den Erwähnungen wieder findet, dürfte niemanden überraschen.
Neben den zahlreichen Aktienberichten thematisierte die SdK im Schwarzbuch 2005 erstmals den Zertifikatemarkt und die oftmals horrenden Kosten verbriefter Derivate, die von den Emissionsbanken vorwiegend in intransparenten Preisaufschlägen versteckt werden. Auch im Schwarzbuch 2006 findet sich dazu einiges an Material, diesmal vorwiegend zu dem angeblich seriösen Markt für Anlagezertifikate, der nach Aussage von Branchenvertretern mit dem spekulativen Markt für Optionsscheine nicht vergleichbar sei. Dem ist leider nicht so, findet die SdK.
Das Schwarzbuch umfasst insgesamt 108 Seiten und kann für 15 Euro (incl. Porto und Versand) gegen Vorkasse über die SdK bezogen werden. Nähere Infos unter www.sdk.org.