Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat 23
führende Vermögensverwalter bezüglich ihrer Lösungskompetenz und
Dienstleistungsqualität getestet. Testsieger ist mit 85 von 100 Punkten
das Privatbankhaus Hauck & Aufhäuser. Auf den weiteren Plätzen folgen
die Schweizer Bank Credit Suisse und HSBC Trinkhaus & Burkhardt.
Insgesamt sind die Ergebnisse in der Beratung für vermögende
Privatkunden durchaus ernüchternd: "Wir waren überrascht, wie
mangelhaft die Beratungsqualität selbst von vermeintlichen
Top-Adressen in der Praxis ist", berichtet Markus Hamer,
Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität. "So
wurde der Steueraspekt bei der Geldanlage von vielen Banken überhaupt
nicht berücksichtigt. Der gerade in dieser Branche viel gepriesene
ganzheitliche Beratungsansatz war nur in Ausnahmefällen überhaupt
erkennbar." Die genauen Kosten der Vermögensverwaltung wurden häufig
verschwiegen. Auch die zugesendeten Unterlagen ließen zu wünschen
übrig: So präsentierten das Bankhaus Metzler und die Dr. Jens Erhardt
Vermögensverwaltung ihren Anlagevorschlag als Lose-Blatt-Sammlung, bemängelten die Tester. Bei der Bank Sarasin fielen dem Institut grammatikalische Fehler auf. M.M. Warburg schickte einen Stapel Prospekte mit einem freundlichen Anschreiben zu.
Teilweise erlebten die Testkunden sehr originelle Gespräche. Der
Berater der Vereinigten Sparkasse Neustadt zum Beispiel verwies ganz
offen auf die Probleme der Vermögensverwaltung bei seiner Bank und
erläuterte seinen Plan, sich in Zukunft als Vermögensverwalter
selbständig zu machen. Inzwischen gibt es diese Sparkasse nicht mehr
- sie fusionierte zur Vereinigte Sparkassen Eschenbach i.d.OPf.
Neustadt a.d.Waldnaab Vohenstrauß - und diese bietet keine
Vermögensverwaltung an. Weitere Informationen zur Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität können unter www.disq.de/Studien.html eingesehen werden.