71 Prozent der Bundesbürger investieren nicht
in Aktien und Fonds - trotz eines enormen Wachstums und hoher
Stabilität des DAX sowie der weltweiten Börsen seit 2002. Dies ergab
eine repräsentative Umfrage des Fonds-Vermögensverwalters Fund-Market Deutschland GmbH unter 1002
Bundesbürgern. "Das Ergebnis lässt darauf schließen, dass die
geplatzte "New Economy-Blase" das Vertrauen der Deutschen in den
Aktienmarkt gravierend beeinträchtigt hat", sagt Geschäftsführer Lutz
Overlack.
Nur jeder achte Bundesbürger (15%) investiert demnach in Aktien
und gerade einmal 25 Prozent besitzen Fondsanteile. 66 Prozent stehen
dem Finanzmarkt skeptisch gegenüber. Nur ein Drittel (34%) glaubt,
dass Aktien rentabler sind als andere Geldanlagen. "Offensichtlich
fehlt es an Verständnis und Grundkenntnissen für die teils komplexen
Zusammenhänge am Finanzmarkt", erklärt Overlack.
Tatsächlich wissen 70 Prozent der Befragten nicht, was sich hinter
den Kosten und Erträgen der Wertpapiere verbirgt. "Deutschland
braucht Nachhilfe, um stärker vom Finanzmarkt zu profitieren",
fordert Overlack. Indes vertrauen fast doppelt so viele Männer (40%)
wie Frauen (24%) der Wertentwicklung am Aktienmarkt. 41 Prozent der
Männer (Frauen: 29%) glauben, dass man mit Aktien mehr Geld
erwirtschaftet als mit anderen Geldanlagen.
"Man vertraut nur dem, was man auch versteht. Wirtschaftliches
Basiswissen sollte heute Bestandteil jedes Lehrplans sein - auch für
den mittleren Bildungsweg", erläutert Overlack. Auffällig ist, dass
Absolventen mit höherem Bildungsgrad wie Abiturienten oder Studierte
(47%) dem Aktienmarkt aufgeschlossener gegenüber stehen als Befragte
mittlerer Bildungsstufe (33%).