Die Konkurrenz durch Direktbanken scheint den Sparkassen schwer zuzusetzen. Nach Auskunft des Präsidenten des Sparkassenverbandes Hessen-Thüringen, Georg Böhmer, wachsen die Sparkassen im Kundengeschäft nicht mehr. Einer noch unveröffentlichten Studie zufolge, die der Wirtschaftswoche vorliegt, haben die Sparkassen das Neukundengeschäft komplett aufgegeben. Die zwölf befragten Kassen wollen sich nur noch um Bestandskunden oder um die Reaktivierung inaktiver Kunden kümmern.
Die Sparkassen haben seit Längerem mit den immer stärker werdenden Direktbanken zu kämpfen, die dem größten deutschen Finanzverbund immer mehr Kunden abspenstig machen. Beschränkte sich der Kundenverlust bisher auf den Girokonten- und den Kleinkreditbereich, gerät nun auch das private Hypothekengeschäft, bislang eine klassische Sparkassendomäne, unter Druck. Dem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge rechnet Verbandsvorstand Bernd Fiesler in diesem Bereich mit einem Einbruch der Bruttomarge um bis zu 30 Prozent.
Der Sparkassen- und Giroverband trifft sich am Montag zu einer Strategietagung in Berlin. Sparkassenchef Dietrich Hoppenstedt setzt große Hoffnungen in die Tagung, auf der ein einheitliches Konzept gegen die Krise gefunden werden soll, dass auch das drohende Auseinanderbrechen der Sparkassen-Finanzgruppe abwendet.
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