Das Institut für Bankinformatik und –strategie (ibi Research) der Universität Regensburg hat 400 Kreditinstitute in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Hinblick auf ihren Webauftritt verglichen. Auf dem ersten Platz landete nicht etwa eine Großbank aus der Schweiz oder eines der großen deutschen Finanzhäuser. Die Kreissparkasse Chemnitz hat nach Ansicht der Forscher die überzeugendste Onlinepräsenz. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD).
Unter den Top Ten finden sich insgesamt 8 Sparkassen. Neben der Sparkasse Chemnitz sind dies die Sparkassen Hannover, Saarbrücken, Aachen, Berlin, Witten, Köln und Soltau. Allein die Postbank auf Platz 4 und die Dresdner Bank auf Platz 8 konnten sich zwischen die Sparkassen schieben. Die anderen Großbanken schnitten in dem Vergleich erstmals deutlich schlechter ab. Vor zwei Jahren gingen die ersten zehn Plätze noch komplett an die großen deutschen Geldhäuser.
Hauptkriterien für eine gute Bewertung waren aus Sicht der Tester der Uni Regensburg die Qualität der Beratung und die Nutzerfreundlichkeit der Seiten. Als ein Grund für das gute Abschneiden der Sparkassen wurde der gemeinsame Rahmenauftritt der Institute genannt, auf den jede Filiale zurückgreifen und ihn ihren Bedürfnissen anpassen kann. Mit diesem Konzept ist es auch für kleinere Institute möglich, einen guten Webauftritt anzubieten. Die Sparkasse Witten lag in der Studie noch vor der Dresdner Bank. Im Gegensatz zur Allianz-Tochter wird der Wittener Internetauftritt allerdings nur von 3 Mitarbeitern betreut.
Überrascht hat die Forscher von ibi Research, dass die Genossenschaftsbanken im Vergleich zu den Sparkassen so schlecht platziert waren. Trotz annähernd gleicher Rahmenbedingungen wurden die Webauftritte der genossenschaftlichen Institute bei der Nutzerfreundlichkeit oft um bis zu 12 Prozentpunkte schlechter bewertet.
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