Die Sparkassen flirten derzeit heftig mit frustrierten Kunden der Deutschen Bank. Einige Institute überlegen derzeit, Anteile an dem in Schieflage geratenen offenen Immobilienfonds Grundbesitz-Invest der Deutschen Bank zu kaufen. Damit sollen die Kunden des Fonds zur Sparkasse gelockt werden, wie das Handelsblatt berichtet.
Die Deutsche Bank will sich angeblich von einigen Objekten des Fonds trennen, um wieder Geld in die Kassen zu bekommen. Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bank in einer beispiellosen Aktion den Immobilienfonds geschlossen, da zuvor massive Mittelabflüsse zu verzeichnen waren. Nun soll das Fondsvermögen neu bewertet werden. Insider rechnen mit Wertberichtigungen in dreistelliger Millionenhöhe.
Die Sparkassen wollen nun aus dem Debakel des Konkurrenten Kapital schlagen. Nach Zeitungsberichten der FAZ und der FTD werden enttäuschte Deutsche Bank Kunden mit Sonderangeboten geködert. So übernimmt nach FAZ-Angaben die Sparkasse Karlsruhe Fonds-Anteile von Kunden, wenn sie mit Depot und Bankverbindung zur Sparkasse Karlsruhe wechseln. Die Sparkasse Hannover will es den Karlsruhern gleich tun. Die Hamburger Sparkasse prüft derzeit den Start eines ähnlichen Angebots, so die FTD. Die Kreissparkasse Köln bietet ebenfalls individuelle Lösungen an.
Ein Sprecher der Deutschen Bank zeigte sich von den Angeboten der Konkurrenz unbeeindruckt und wollte diese nicht kommentieren. Der eigene Immobilienfonds werde Ende Januar, Anfang Februar neu bewertet. Ein konkretes Datum für die Wiedereröffnung des Fonds konnte er nicht nennen.
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