Hans-Peter Krämer, Vorstandschef der Kreissparkasse Köln, warnt vor einem Einbrechen des Baufinanzierungsgeschäftes bei den Sparkassen. "Die größte Gefahr, die derzeit für uns entsteht, liegt in der Baufinanzierung. Wenn wir jetzt nicht etwas unternehmen, könnte das Dimensionen annehmen wie vor Jahrzehnten, als uns die Autofinanzierung entglitten ist", so Krämer zur Financial Times Deutschland. Gelingt Direktbanken wie der ING DiBa, die nach eigenen Aussagen 2000 Kunden pro Tag gewinnt, ein nachhaltiger Durchbruch in der Baufinanzierung, könnte es für die Sparkassen gefährlich werden. Private Baufinanzierungen sind derzeit der wichtigste Teil des Kleinkunden-Kreditgeschäftes der Sparkassen.
Die Konkurrenz im Geschäft ist auch für die Kreissparkasse Köln deutlich zu spüren. Als Lösung schlägt Krämer eine Umgestaltung des Vertriebs vor. "Wir müssen auch in das Geschäft mit Vermittlern gehen und auch Bauträgergeschäft machen, stärker im Internet auftreten“, so der Vorstandschef. Dies sei zwar risikoreich, aber auch die einzige Chance. In diesem Zusammenhang sprach sich Krämer auch für eine stärkere Integration von Landesbanken und Sparkassen aus.
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